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Projekt: WasserBall in der Friedenskirche

Die Berufsbildende Schule Technik 2 hat einen Kooperationsvertrag mit der evangelischen Kirche Ludwigshafen. Für die Zusammenarbeit wird jedes Jahr ein großes Event geplant und durchgeführt. Frau Bartels, Leiterin des Events, teilte uns anfänglich ihre ersten Vorstellungen mit. Die evangelische Kirche feiert im Jahr 2017 die Reformation Luthers. Ab 2008 hat man jedem Jahr ein „Motto“ gegeben - im Jahr 2011 hieß das Motto: „Taufe“. So entstand auch die Grundidee des WasserBalls.

Unsere Klasse hat bereits in ihrem praktischen Vorjahr ein paar kleinere Veranstaltungen organisiert und bewältigt.

 

 

Beispielsweise in der Niederfeld-Grundschule organisierten wir ein „Gesundes Frühstück“ für alle Klassen des Komplexes - oder wir wurden vom Meininger Verlag zum „Internationalem  Spirituosen Wettbewerb 2011“ in Neustadt an der Weinstraße beauftragt, über 2 Tage lang den Saalservice zu machen. Wir konnten in dem ersten Jahr der Höheren Berufsfachschule Gastgewerbe und Catering viel theoretisch lernen und in die Praxis umsetzen. Der eine mehr im Service und der andere mehr in der Küche. Wir lernten, wie wichtig es ist, in Gruppen zu arbeiten und an den Projekttagen, welche Bedeutung „Teamwork“ hat. Denn es ist jedes Mal eine Herausforderung, dass alle mit der Veranstaltung zufrieden sind. Zumal Gäste ziemlich verschieden sind und jeder Gast andere Erwartungen hat.

Wir wussten, dass der WasserBall unser größtes Projekt innerhalb der zwei Jahre sein wird. Die Herausforderung es allen Gästen, Helfern recht zu machen ist enorm groß. Noch ausgelaugt von dem 2-monatigen Praktikum war es nun so weit.

Werden wir es schaffen das Projekt zu einem Erfolg zu bringen?

 

 

Während eines Studientages in der Jugendkirche Ludwigshafen kam die Projektleiterin der Evangelischen Kirche -  Frau Kerstin Bartels - zu uns. Im ersten Gespräch teilte sie uns ihre Vorstellung mit: Es sollte ein großer Abendball werden. Als Location wurde die Friedenskirche in Friesenheim ausgewählt, da man dort bereits Erfahrungen mit größeren Veranstaltungen gesammelt hat. Zudem ist es von der Ausstattung die bestmögliche Evangelische Kirche in Ludwigshafen. Der Abendball soll auf das Thema „Taufe“ ausgerichtet werden. Denn dies ist das Großthema 2011 in der ev. Kirche im Hinblick der Reformation Luthers. Unser Klassenlehrer Herr Valerius bekam regelmäßig über E-Mail weitere Informationen über die aktuelle Planung seitens der Kirche. Und natürlich versorgten wir die Kirche auf dem gleichen Weg über unsere neuesten Planungen. Alle E-Mails wurden im Unterricht vorgelesen, sodass die ganze Klasse einbezogen werden konnte. In der Klasse selbst haben wir ein Organisationsteam gebildet. Lisa, Ercan und Francesco haben mit den Vertretern der Schule regelmäßige Gesprächsrunden im Kreis der Kirche gehabt, um somit im direkten Gespräch weitere Einzelheiten und aktuelle Arbeitsfortschritte zu präsentieren.

 

 

Bei einem Gespräch waren sogar Journalisten von der Zeitung „Die Rheinpfalz“ und dem regionalen Radiosender „RPR1“ vor Ort. Sie erstellten einen Bericht vorab, um mehr Werbung für das Event zu machen. In der Klasse selbst bildeten wir drei Gruppen: Service, Küche und Organisations-Team. Hierbei wurden jeweils Gruppenleiter und deren Stellvertreter ausgewählt. Die Küchengruppe überlegte sich - mithilfe unseres Lehrers Herrn Schröter - welche Speisen wir anbieten wollten. Wir entschieden uns, vier verschiedene Teller anzubieten: Einen Fischteller mit verschiedenen Fischspezialitäten, einen Fleischteller mit Vitello Tonnato, Hähnchenschenkel, Roastbeef, Kartoffel- und Bauernsalat, einen vegetarischen Teller mit Auberginen- und Zucchinigemüse und einen Dessertteller mit Donauwelle, Obstsalat, Mousse au Chocolat und Panna Cotta. 

 

 

 

Die Servicegruppe war damit beschäftigt, die einzelnen Servicemethoden festzulegen und teilte die einzelnen Stationen ein: Kasse, Sektempfang, Bar und den Saalservice. Für jeden Bereich erstellten wir eine „Mise en Place“ Liste. Dies ist eine spezielle Checkliste in der Gastronomie. Dabei wird wirklich alles aufgeschrieben, was gebraucht wird. Selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind wie Klebestreifen oder eine kleine Schere. Dies ist sehr wichtig, denn am Tag der Veranstaltung wäre es sehr ungünstig, wenn man noch dringend irgendetwas besorgen muss. Zusätzlich haben wir uns im BBU Unterricht mit dem Projekt befasst - beispielsweise in Controlling haben wir uns um die finanziellen Aspekte gekümmert. Nach wochenlanger intensiver Planung war es endlich so weit. Wie am Vortag trafen wir uns bereits morgens in der Friedenskirche in Friesenheim.  

 

 

Da wir nur noch die Hälfte der Schüler sind, benötigten wir Verstärkung - die HBF C 11 half an diesem Abend tatkräftig mit.

 

 

 

Herr Valerius erklärte zunächst die Gegebenheiten: die Laufwege des Service und die einzelnen Stationen (z.B. Station: Kasse). In unserem großen Personalraum, in dem auch die Küche produzierte, hingen Dienstpläne aus. 

 

 

Noch ein letzter Blick auf die Cocktailbar... alles war ordentlich und schön dekoriert...

 

 

... auch die Kaffeebar konnte sich sehen lassen...

 

 

- ich selbst war Stationskellner des Sektempfangs. Der Sekt musste vorgerichtet werden und zusammen mit kleinen Willkommenssnacks...

 

 

... wurden die Gäste aufs Herzlichste empfangen.

 

 

Untermalt wurde der Empfang von drei Musikern, die in der Empfangshalle und auf den Treppen zum großen Saal Jazz spielten.

 

 

Gegen 21 Uhr hatten wir alles vom Empfang aufgeräumt und konnten unseren Mitschülern im Saalservice mithelfen. Währenddessen ich unten den Empfang betreute, übernahmen Ercan und Julian meine Tischreihe. Die Gäste waren mit unserem Angebot sehr zufrieden und lobten das Essen und unsere Professionalität der Serviceleistung. 

 

 

 

Über den Abend tanzte das Paar Nathalie Dres und Dario Leanza - passend zum Tanz spielte die Band „Duo Tomko“. Die Gäste konnten in einem Salsa Workshop sogar die lateinamerikanischen Tänze lernen und probieren. Gegen 22.00 Uhr tanzte dann eine Gruppe Hip-Hop - in dieser Gruppe waren 2 Mädchen der HBF C 11: Albulena und Jasmin. Der Auftritt war sehr gelungen!

 

 

Unser Essen war relativ schnell ausgebucht. Die Küche leistete Rekordarbeit bei der Zubereitung. Jedes über den Pass gegangene Essen musste gleich aussehen und die Menge natürlich stimmen, sodass jeder Gast gleichbehandelt wurde. Die Küchen-Crew bekam viel Lob. Einer der Gäste sagte sogar, man könnte unser Angebot mit einem Sterne Restaurant vergleichen.


 

 

Gegen Mitternacht verließen die ersten Gäste die Veranstaltung und bedankten sich für diesen wundervollen Abend. Sodass wir mit den ersten Aufräumarbeiten anfangen können. Nichtsdestotrotz blieben viele Gäste weit hinaus und ließen den Abend mit einem fruchtigen Wein ausklingen.

 

 

Der WasserBall war insgesamt ein erfolgreiches und gut organisiertes Event, wobei hier viele Faktoren eine wichtige Rolle spielten. Zum einen gab es eine kollegiale und enge Zusammenarbeit zwischen der BBS Technik 2 und der Friedenskirche und zum anderen die gut durchdachte Planung und Vorbereitung der HBF C 10. Es waren zwei anstrengende Tage, die jedoch mit Freude und Fleiß verbunden waren. Durch das Event WasserBall erfuhren wir mehr Gruppenzusammen- gehörigkeit und Teamarbeit. Auch die HBF C 11, die uns beim WasserBall half und uns völlig fremd war, lernten wir innerhalb kürzester Zeit kennen und schätzen - sie war eine Bereicherung für das Team. Letzten Endes war das Projekt ein voller Erfolg, der nicht nur Schule und Friedenskirche, sondern auch Gäste und Presse überraschte. Ich würde jederzeit wieder mithelfen, das Event zu organisieren und zu gestalten.

verfasst von: Kim Stengel und Nassa Drissi (HBF C 10)
Flyer der HBF als Download (Rezepte zum Nachkochen): Seite 1 / Seite 2


Bilder vergrößert

->Projekt: WasserBall in der Friedenskirche (Teil 2)

 

 

 


 

 

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Aktualisiert am:  09.01.2012